Hufrehe gehört zu den schwerwiegendsten Erkrankungen beim Pferd und sollte niemals unterschätzt werden.
Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut, die im schlimmsten Fall dauerhafte Schäden am Huf verursachen kann.
Je früher Hufrehe erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Deshalb ist es wichtig, die Ursachen und ersten Anzeichen zu kennen. ❤️🐴
🩺 Was ist Hufrehe?
Bei einer Hufrehe kommt es zu einer Entzündung der empfindlichen Strukturen im Hufinneren.
Dadurch wird die Durchblutung gestört und die Verbindung zwischen Hufwand und Hufbein kann geschädigt werden.
Hufrehe ist immer ein Notfall und sollte schnellstmöglich tierärztlich abgeklärt werden.
⚠️ Typische Symptome einer Hufrehe
Folgende Anzeichen können auf Hufrehe hinweisen:
• Lahmheit oder steifer Gang
• Unwilligkeit sich zu bewegen
• Vermehrtes Liegen
• Warme Hufe
• Starker Puls an den Fesselarterien
• Entlastungshaltung der Vorderbeine
• Schmerzreaktionen beim Laufen
• Häufiges Umsetzen der Beine
Bei Verdacht sollte sofort ein Tierarzt kontaktiert werden.
🌾 Häufige Ursachen für Hufrehe
Hufrehe kann verschiedene Auslöser haben:
🌱 Zu viel Fruktan auf der Weide
Besonders im Frühjahr und Herbst steigt das Risiko durch frisches Gras.
🍎 Fütterungsfehler
Zu viel Zucker, Stärke oder ungeeignetes Kraftfutter können den Stoffwechsel belasten.
⚖️ Übergewicht
Übergewicht erhöht das Risiko erheblich.
🩺 Stoffwechselerkrankungen
Besonders häufig spielen folgende Erkrankungen eine Rolle:
• Cushing beim Pferd
• EMS (Equines Metabolisches Syndrom)
❤️ Hufrehe bei Seniorenpferden
Gerade ältere Pferde sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Viele Senioren entwickeln im Laufe ihres Lebens Stoffwechselprobleme, die das Risiko erhöhen können.
Auch mein Seniorenpony Smoky gehört zu den Pferden, bei denen ich besonders aufmerksam auf Gewicht, Bewegung und Fütterung achte.
Deshalb kontrolliere ich regelmäßig:
✔️ Körpergewicht
✔️ Fellwechsel
✔️ Bewegungsfreude
✔️ Hufzustand
✔️ Fütterung
🐎 Vorbeugung von Hufrehe
Die beste Behandlung ist immer die Vorbeugung.
Wichtige Maßnahmen sind:
• Angepasste Fütterung
• Hochwertiges Heu
• Zuckerarme Ernährung
• Regelmäßige Bewegung
• Gewichtskontrolle
• Stoffwechselkontrollen
• Regelmäßige Hufpflege
Vor allem bei gefährdeten Pferden lohnt es sich, frühzeitig auf Warnzeichen zu achten.
🦶 Die Bedeutung der Hufpflege
Gesunde Hufe sind die Grundlage für ein gesundes Pferd.
Regelmäßige Termine beim Hufschmied oder Hufpfleger helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Auch die tägliche Hufkontrolle sollte selbstverständlich sein.
➡️ Mehr dazu im Beitrag Hufpflege beim Pferd.
⭐ Empfehlenswerte Produkte
Folgende Produkte können das Management gefährdeter Pferde unterstützen:
🐴 Stoffwechselfreundliches Mineralfutte
🐴 Heucobs für Seniorenpferd
🐴 Fressbremse für Weidepferd
🐴 Hufpflegeprodukt
🐴 Zuckerarmes Pferdefutter
🐴 Leinsamen & Leinöl
🔗 Passende Themen
➡️ Cushing beim Pferd
➡️ EMS beim Pferd
➡️ Pferdefütterung
➡️ Pferdegesundheit
➡️ Seniorenpferde
➡️ Hufpflege beim Pferd
💚 Fazit
Hufrehe ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die schnelles Handeln erfordert.
Mit einer angepassten Fütterung, regelmäßiger Bewegung, guter Hufpflege und einer sorgfältigen Beobachtung des Pferdes lässt sich das Risiko häufig deutlich reduzieren.
Gerade bei Seniorenpferden oder Pferden mit Stoffwechselproblemen lohnt es sich, besonders aufmerksam zu sein. So können viele Pferde trotz Risikofaktoren ein langes und gesundes Leben führen. 🐴✨